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Arbeitskreis
Mantrailing Deutschland
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Die
Ausbildung
- Die
ersten Schritte -

Bevor mit dem Mantrailing
begonnen wird, sollte man sich darüber im klaren sein, wie zeitaufwendig und
umfangreich diese
Ausbildung ist. Ein großer Freundeskreis ist auch sehr von Vorteil – alles
potentielle Fährtenleger :-).
Das Ziel: Der Hund soll
einem spezifischen menschlichen Geruch folgen
1. Schritt:
Der Fährtenleger
(=gesuchte Person) spielt mit dem Hund und lenkt dessen Aufmerksamkeit auf sich
(Spielzeug oder Leckerli). Er motiviert den Hund, ihm nachzufolgen.
Der Fährtenleger läuft
für den Hund sichtbar weg und animiert den Hund weiterhin, ihm zu folgen
(Rufen, Gestik). Nach wenigen Schritten legt er den Geruchsgegenstand mit
bedeutsamer Gestik und verschwindet um eine Ecke bzw. außer Sicht.
Hundeführer (HF) hält den
Hund etwas zurück und lässt den Hund unmittelbar nach dem Verschwinden des
Fährtenlegers (FL) diesem nachfolgen.
Wichtig:
- anfangs sollte
der Geruchsgegenstand möglichst groß und gut verwittert sein z.B. ein
Kleidungsstück wie T-shirt, Pullover, Weste, Halstuch o.ä.
- Suchgeschirr
wirklich erst kurz vor dem Beginn anlegen; dies gehört mit zu dem Ritual, das
den Hund in “Trailingstimmung” bringen soll.Zunächst lässt man den
Hund einfach ohne besonderes Kommando über den Geruchsgegenstand drüberrennen.
- Wenn der Hund
den FL gefunden hat, dann wird er mit großem Enthusiasmus vom Fährtenleger und
Hundeführer gelobt, der Fährtenleger belohnt den Hund mit Spiel oder Leckerli.
- Große
Begeisterung zeigen, dem Hund soll es Spass machen, Freude bereiten. Hier wird
der Grundstein zur Suchmotivation gelegt und die Belohnung ist der Schlüssel
zum Erfolg!
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2. Schritt
Der FL rennt immer noch
sichtbar für den Hund weg, verschwindet aber sehr schnell hinter einer Ecke und
geht noch ein Stück weiter außer Sicht (Anfangs nur eine kurze Strecke). D. h.
der Hund muss jetzt seine Nase benutzen, um die Person zu finden.
Wichtig:
- Jetzt ist der
Zeitpunkt gekommen, die Kommandos einzuführen. Wir benutzen zwei Kommandos:
Erstes Kommando zur Aufnahme des Geruchsbildes (z.B. “riech”) und ein zweites
Kommando zum Beginnen der Suche (z.B. “such”)
- Von Anfang an
sollte die Suchübung auf unterschiedlichstem Untergrund (Teer, Kies, Waldweg,
Wald, Wiese, Acker u.a.) ausgeführt werden.
- Für die gesamte
Mantrailing-Ausbildung gilt: nicht zu große Ausbildungsschritte machen. Anforderungen
erst steigern, wenn der vorhergehende Schritt sicher beherrscht wird. Jetzt
wird das Fundament für große Aufgaben gelegt. Ist das Fundament nicht
tragfähig, kann später alles zusammenbrechen!
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3. Schritt
Der Ausgangspunkt ist so
zu wählen, dass der Hund und Fährtenleger an einer Hausecke oder dergleichen
stehen und man den Hund nur einige Meter zurücknehmen muss, dass der FL für den
Hund nicht mehr zu sehen ist.Der FL motiviert den Hund
kurz, ihm zu folgen. Dann wird der Hund “ums Eck” vom FL weggezogen. (gefühlvoll!)
Nun legt der Fährtenleger
den Geruchsgegenstand ab, und läuft eine Spur von ca. 50 – 100 m Länge.
Sobald der FL am Endpunkt
angekommen ist, wird der Hund zum Geruchsgegenstand geführt, mit Kommando
“riech” angesetzt und das “such” erfolgt kurz darauf, sobald der Hund die Suche
aufnimmt. (Die Kommandoauswahl bleibt jedem selbst überlassen)
Wichtig:
- Der Endpunkt
sollte so gewählt werden, dass der Hund den FL nicht schon von weitem sieht ,
denn der Hund muss über den Geruchsinn zum Erfolg kommen und nicht über das
optische Suchen.
- Während Hund und
HF darauf warten, die Suche zu beginnen, muss der HF die Spannung des Hundes
erhalten. (Stimmungsübertragung)
- Anfangs sollten
die Spuren so gelegt werden, dass die Witterung dem Hund zugetragen wird
(Gegenwind). Später sind die Spuren auch mit Seiten- und Rückenwind zu legen.
- Spuren am Anfang
immer kurz halten (50 – 150 m)
- Der
Ausbilder muss über den Fährtenverlauf immer genau Bescheid wissen. Falsche
Korrekturen sind in dieser Phase der Ausbildung unbedingt zu vermeiden!
Wenn diese grundlegende
Aufgabenstellung (Suche nach Fährtenleger) vom Hund kontinuierlich gemeistert
wird, kann in der Ausbildung vorangeschritten werden.



4. Schritt:
Der Hund wird erst zum
Fährtenanfang gebracht, wenn der Fährtenleger schon außer Sicht ist. Der
Geruchsgegenstand liegt am Ansatzpunkt. Das Geschirr wird dem Hund unmittelbar
im Bereich des Ansatzpunktes (ca. 1 – 2 m vor dem Geruchsgegenstand) angezogen.
Wichtig:
- Der Hundeführer
sollte den Fährtenverlauf möglichst nicht immer kennen, damit der HF von Anfang
an lernt, dass er nicht versuchen darf, den Hund zu leiten. Der Ausbilder muss
jedoch den Verlauf der Spur genau kennen!
- Bei der
Handhabung der Fährtenleine ist darauf zu achten, dass der Hund nicht bei der
Arbeit gestört wird. Der Hundeführer sollte die Leine immer leicht gespannt
halten. Die Fährtenleine ist ein wichtiges Kommunikationsmittel zwischen Hund
und HF.
- “Negatives”
bestätigen. D.h. sobald der Hund uns durch Umkehren anzeigt, dass es in diese
Richtung nicht weiter geht, wird er gelobt. Im weiteren Verlauf der Arbeit, ist
es von größter Bedeutung, dass der Hund dem HF mitteilt, dass er keine Witterung
mehr hat. Deshalb sollte dieses Verhalten von Anfang an bestätigt werden.
5. Schritt:
Der
Geruchsgegenstand liegt noch nicht am Ansatzpunkt, sondern wird vom HF plaziert
und präsentiert.
Wichtig:
- Von jetzt an
vollziehen wir immer das gleiche Ritual beim Ansatz des Hundes
- Die Richtung, in
der wir den Hund ansetzen, variiert. Keinesfalls ständig in Richtung der Spur
ansetzen.
- Die Länge der
Spur kann jetzt langsam gesteigert werden, verschiedene Untergründe, wechselnde
Umgebung, Winkel/Ecken einbauen; dabei ist nicht Distanz Ausschlag gebend, sondern
es kommt darauf an, möglichst verschiedene Situationen für den Hund und Hundeführer zu
schaffen, die es zu meistern gilt.
Jedoch immer nur einen
Parameter steigern. Erst
wenn diese Aufgaben regelmäßig und erfolgreich gelöst werden, dann erst in der Ausbildung
fortschreiten.
Nun ist es an
der Zeit, ein bestimmtes Anzeigeverhalten einzuführen (Vorsitzen, Abliegen,
Verbellen ...)